Geringwertige Wirtschaftsgüter &
8211; GWG

Als geringwertige Wirtschaftsgüter – kurz GWG – werden Güter oder Anschaffungen bezeichnet, die wenn sie den Voraussetzungen entsprechen, sofort in voller Höhe der Anschaffungskosten oder Herstellkosten abschrieben werden können. Eine Verteilung auf die Nutzungsjahre findet bei geringwertigen Wirtschaftsgütern im Gegensatz zu regulären Abschreibungen (AfA) nicht statt.
Damit Anschaffungen als geringwertige Wirtschaftsgüter, kurz GWG, abgeschrieben werden können, müssen sie folgende Bedingungen erfüllen:

  • Der Netto-Anschaffungswert darf 410 Euro ohne Mehrwertsteuer nicht übersteigen (entspricht 487,90 Euro inklusive 19% Mehrwertsteuer)
  • Die Anschaffung muss selbständig nutzbar ist.
  • Die Anschaffung muss zum Anlagevermögen des Unternehmens gehören.
  • Die Anschaffung muss abnutzbar und beweglich sein.

Einige Beispiele für geringwertige Wirtschaftsgüter:

  • Sie kaufen eine neue Kaffeemaschine Bruttopreis 499,99 Euro (Nettopreis 420,16 Euro). Die Kaffeemaschine ist kein GWG weil der Netto-Preis 410,00 Euro übersteigt.
  • Sie planen die Anschaffung eines neuen Laserdruckers. Drucker gehören nicht zu geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG), da ein Drucker nicht selbständig nutzbar ist (ein Computer wird zusätzlich benötigt).
  • Sie kaufen einen neuen Fernseher für Ihre Privatwohnung. Da der Fernseher nicht zum Anlagevermögen des Unternehmens gehört, können Sie ihn nicht als geringwertiges Wirtschaftsgut steuerlich geltend machen
  • Sie erwerben Stellplätze für Firmenwagen. Diese sind weder beweglich noch abnutzbar und gehören nicht in die Kategorie geringwertige Wirtschaftsgüter.