Bewirtungskosten

Unter Bewirtungskosten versteht man die Kosten, die bei einer Bewirtung im betrieblichen bzw. beruflichen Bereich entstehen. Diese fallen zum Beispiel bei Geschäftsessen, aber auch bei Betriebsfeiern an.

Zu den Bewirtungskosten zählen alle Ausgaben, die beim „Verzehr von Speisen, Getränken und sonstigen Genussmitteln“ entstehen. Dazu gehören also nicht nur die Kosten für das Essen an sich, sondern auch etwaige Trinkgelder und Garderobengebühren.

Allgemeine Höflichkeitsgesten, wie das Anbieten von Getränken und Keksen bei einem Meeting, fallen nicht unter die Bewirtungskosten.

Bewirtungskosten steuerlich absetzen

Entstehen Ihnen als Unternehmer Kosten für die Bewirtung von Geschäftspartnern oder anderen Personen, können Sie diese zu 70 % als Betriebsausgaben absetzen, wenn sie betrieblich veranlasst und angemessen sind. Ein Anteil von 30 % kann nicht steuerlich geltend gemacht werden, da Sie als Unternehmer ja auch selbst am Essen teilnehmen.

Um Bewirtungskosten geltend machen zu können, muss die Höhe angemessen sein und es muss ein Bewirtungsbeleg mit den folgenden Angaben ausgestellt werden:

  • Anschrift des Restaurants
  • Ort und Datum
  • Anlass des Geschäftsessens
  • bewirtete Personen
  • Aufschlüsselung aller Speisen und Getränke

Restaurant stellen in der Regel auf Nachfrage separate Bewirtungsbelege mit Vordrucken für alle erforderlichen Informationen aus.

Bewirtungskosten bei Betriebsveranstaltungen

Entstehen Bewirtungskosten bei einer Betriebsveranstaltung (z.B. Weihnachtsfeier), können Sie diese in voller Höhe als Betriebsausgaben abziehen. Sind die Gesamtkosten (inkl. Saalmiete, auftretende Künstler, Personal etc.) pro Arbeitgeber höher als 110 €, ist der darüber hinausgehende Betrag lohnsteuerpflichtig.