Fitnessstudio eröffnen

Das Wichtigste im kompakten Überblick

Sie möchten ein Fitnessstudio eröffnen? Dies kann eine wertvolle Investition in Ihre berufliche Zukunft sein! Fitness boomt – und moderne Menschen binden sportliches Training und gesunde Ernährung verstärkt in ihren Lifestyle ein. Doch die hohe Nachfrage hat natürlich auch Auswirkungen bezüglich der Konkurrenz, mit der Sie sich als Inhaber eines Fitnessstudios auseinandersetzen müssen. Ein Fitnessstudio zu gründen – das ist ein Projekt, das Sie gut planen und professionell durchführen sollten. Dieser Beitrag soll Ihnen in diesem Zusammenhang wertvolle Unterstützung bieten. Was braucht man für ein Fitnessstudio? Welche Kosten kommen auf mich zu? Was muss ich bei der Finanzierung beachten? Welches Marketing ist effizient? – Diese und andere Fragen sind in diesem Ratgeber rund um das Thema „Fitnessstudio eröffnen“ erläutert.

Fitnessstudio gründen: eigenes Studio oder Franchise?

Der Markt von Fitnessstudios in der Bundesrepublik Deutschland ist dadurch charakterisiert, dass es viele Studios von Ketten gibt. Manche bieten an, ein eigenes Studio auf Basis von Franchise zu gründen. Dies ist mit Vor- und Nachteilen verbunden, die genau abzuwägen sind. Der Vorteil ist die fertige Infrastruktur, die Franchise-Unternehmen besitzen. Der Nachteil ist natürlich, dass Sie Ihren Unternehmergeist nicht individuell gestalten können. Denn vieles ist vorgeschrieben, denn eine Fitnesskette muss natürlich einheitlich sein. – Aus diesem Grund beschäftigt sich dieser Beitrag mit der Gründung von Fitnessstudios als eigenes Unternehmen.

Selbstständig machen und ein Fitnessstudio eröffnen

Zwei Optionen: aus Berufstätigkeit oder Arbeitslosigkeit ein Fitnessstudio eröffnen

Es gibt zwei große Gruppen von Unternehmern – diejenigen, die ein Business aus einer Berufstätigkeit heraus gründen, und solche, die dies aus der Arbeitslosigkeit heraus umsetzen. Beide Varianten können erfolgreich sein – und beide bedürfen einer genauen Überlegung. So ist es riskant, für eine Selbstständigkeit eine eigene Berufstätigkeit aufzugeben. Denn der Erfolg ist kaum zu prophezeien. Viele Gründer:innen eines Start-Ups setzen deshalb auf die Strategie, zunächst beides parallel zu gestalten, um im Falles des Scheiterns des Fitnessstudios ein festes Einkommen zu behalten. Ein solches Sicherheitsbedürfnis ist natürlich nachvollziehbar. Dennoch braucht es gerade für eine Gründung die volle Einsatzkraft von Unternehmer:innen.

Auch aus der Arbeitslosigkeit heraus kann man ein Fitnessstudio eröffnen. Denn sowohl Arbeitslose, die ALG I beziehen als auch solche, die Hartz4 erhalten, haben die Möglichkeit, für ihr Vorhaben einen sogenannten Gründungszuschuss zu beantragen. Ob dafür die Voraussetzungen vorliegen, klären die jeweiligen Sachbearbeiter:innen bei den Arbeitsämtern. Der Gründungszuschuss läuft über neun Monate, danach können noch einmal sechs Monate als Unterstützung für die Zahlung der eigenen Krankenversicherung beantragt werden. Für den Gründungszuschuss sind ein tragfähiges Unternehmen, eine Beratung für Existenzgründer:innen und ein Businessplan nachzuweisen.

Fitnessstudio eröffnen: Welche Kosten entstehen?

Wenn Sie den Plan haben, ein Fitnessstudio zu gründen, sind Kosten etwas, was Sie frühzeitig kalkulieren sollten. Denn dies ist die wichtigste Basis dafür, ob Sie das Wagnis der Unternehmensgründung eingehen sollten oder nicht. Denn in der Regel ist es nicht möglich, all diese Anschaffungen aus Eigenkapital zu bestreiten. Doch um Ihren individuellen Kreditbedarf zu berechnen, müssen Sie alle Kosten auflisten. Ein Fitnessstudio zu eröffnen, ist mit zahlreichen Anschaffungen verbunden und daher recht kostenintensiv. Ausnahme: Sie haben die Option, ein bestehendes Fitnessstudio mit seiner Einrichtung zu übernehmen.

Was braucht man für ein Fitnessstudio?

Die folgende Auflistung hat natürlich nicht den Anspruch, vollständig zu sein. Sie dient als Anhaltspunkt. Aber jedes Fitnessstudio ist anders – und jedes Konzept dafür auch. Die Fragen „Was braucht man für ein Fitnessstudio?“ ist also individuell zu beantworten.

Typische Investitionen sind:

  • Renovierung oder Bau entsprechender Räumlichkeiten: Empfangsbereich, Trainingsflächen, Kursräume, Duschen & WC, Personal- und Putzräume, eventuell Räume für Solarium und / oder Sauna
  • Trainingsgeräte Ausdauer (zum Beispiel Fitness-Fahrräder, Rudergeräte, Stepper)
  • Trainingsgeräte Kraft (zum Beispiel Beinpresse, Latzug, Bizeps-Curl oder Bankdrück-Maschine)
  • Trainingsgeräte Freihantelbereich (inklusive Halterungen der unterschiedlichen Gewichte)
  • weitere Trainings-Equipment, etwa Fitnessbälle, Fitnessbänder, Kreisel, Matten, Kettle-Bells, Stepp-Bretter
  • Equipment für das eventuelle Bieten von Sauna und / oder Solarium
  • Einrichtung von Umkleiden und Duschen (Spinde, Bänke, Duschen, Spiegel)
  • Wasserspender oder Verkaufsboxen für Getränke
  • eventuell: Trinkflaschen und Handtücher mit dem Logo des Studios
  • Einrichtung des Thekenbereichs (Theke, Stühle, Aufsteller, eventuelle Beratungs-Lounge für Neukunden)
  • Einrichtung von Personal- und Putzräumen
  • EDV: PCs, eventuell Laptops und Smartphones, Software und Equipment für eventuelle Cyber-Kurse, Telefon, optional auch elektronischer Zugang in das Fitnessstudio über Karten oder Armbänder

Dies alles ist eine Liste von Equipment, die man für ein modernes Fitnessstudio braucht. Doch natürlich sind in einen Businessplan auch weitere Kosten zu integrieren. Diese sind im nächsten Abschnitt dargestellt.

Fitnessstudio gründen: Welche Kosten fallen an?

Fitnessstudio gründen: welche Kosten sind dauerhaft?

Natürlich ist es kostentechnisch nicht mit der Anschaffung der Erstausstattung getan. Wie bei anderen Betrieben sind auch rund um das Führen eines Fitnessstudios Kosten relevant, die dauerhaft sind. Unterschieden wird dabei in Fixkosten und variable Kosten. Die Namen sind Programm. Fixkosten haben jeden Monat die gleiche Höhe, weil sie aufgrund eines Vertrags anfallen. Variable Kosten können sich – je nach Aktivität – von Monat zu Monat ändern.

Fixkosten für ein Fitnessstudio

Dies sind typische Beispiele für Fixkosten, die ein Fitnessstudio produziert:

  • Miete
  • Festvertrag Telefon
  • Festvertrag Internet
  • Wartungsvertrag IT
  • Hosting Website
  • Personalkosten bei Festgehalt von Trainern, Putzkräften & Co.
  • Versicherungen

Variable Kosten für ein Fitnessstudio

Dies sind klassische Beispiele für variable Kosten, die ein Fitnessstudio umfasst:

  • Wasserkosten
  • Stromkosten
  • Heizkosten
  • Stundenlohn für unterschiedlich beschäftigte Mitarbeiter
  • Marketing & PR
  • Fahrzeuge und Benzin

Businessplan: A und O für Gründer von Fitnessstudios

Wenn Sie planen, ein Fitnessstudio zu eröffnen, sind Kosten ein wichtiger Faktor. Sie sind natürlich auch ein unverzichtbarer Bestandteil Ihres Businessplans. Dieser Plan ist aus verschiedenen Gründen sehr wichtig. Zum einen ist die Kostenermittlung eine wertvolle Basis für die Entscheidung, in welcher Höhe Sie einen eventuellen Kredit aufnehmen. Zum anderen ist die Gegenüberstellung von Kosten und geplanten Einnahmen wichtig, um herauszufinden, ob Ihr Studio wirtschaftlich arbeitet. Wenn nicht, können Sie an bestimmten Stellschrauben drehen. So sparen Gründer:innen anfangs häufig Personal, um die damit verbundenen Kosten zu sparen. Dies macht die Rentabilitätsvorschau, die Teil des professionellen Businessplans sein sollte, günstiger.

Der dritte Aspekt, der den Businessplan zu einer unerlässlichen Maßnahme macht, ist der, dass Sie ihn bei diversen Behörden und Einrichtungen vorlegen müssen. So verlangt beispielsweise die Arbeitsagentur (beziehungsweise das Jobcenter) den Businessplan, falls Sie aus der Arbeitslosigkeit heraus ein Fitnessstudio eröffnen und dies fördern lassen möchten. Denn selbstverständlich fördern Behörden ein Start-Up nur dann, wenn sie erkennen, dass es sich um ein wahrscheinlich wirtschaftlich tragfähiges Unternehmen handeln wird. Das ist keine Schikane, sondern eine genaue Prüfung, die selbstverständlich auch in Ihrem Interesse sein dürfte. Auch Banken verlangen den Businessplan, falls Sie ein Darlehen beantragen. und natürlich ist der Businessplan inklusive seiner Rentabilitätsvorschau für das Jahr der Gründung auch für Sie als Unternehmer:in in gutes Tool, um Effizienz und Erfolg Ihres Fitnessstudios zu beurteilen und – falls sich Erwartungen nicht erfüllen sollten – rechtzeitig Handlungspotenzial zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

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Fitnessstudio gründen: Wem müssen Sie das melden?

Ein Fitnessstudio zu gründen, ist ein Projekt, das Sie bestimmten Ämtern melden müssen. Der folgende Abschnitt fasst zusammen, welche Behörden und Einrichtungen wichtig sind.

Finanzamt

Wenn Sie ein Fitnessstudio eröffnen, werden Sie steuerpflichtige/r Unternehmer/in. Sie erhalten für Ihr Unternehmen eine Steuernummer beim zuständigen Finanzamt. Dafür füllen Sie einige Formulare aus, mit denen die Finanzbehörden Ihr Unternehmen genau einschätzen können. Denn das erwartete Einkommen spielt beispielsweise eine Rolle, ob Gründer:innen in der Anfangsphase als Kleinunternehmer:innen eingestuft werden. Hierfür gibt es gewissen Einkommensgrenzen. Solche Grenzen gibt es auch für den Bereich der Umsatzsteuer. Erst ab einen bestimmten Einkommen werden Sie umsatzsteuerpflichtig. Das deutsche Steuerrecht ist recht komplex und ein Fitnessstudio ein Betrieb, der viele steuerrechtliche Aspekte hat. Nutzen Sie die Unterstützung durch Steuerberater:innen, die Ihr Business von Beginn an steuerrechtlich auf eine solide Basis stelle. Das gilt übrigens auch für die Wahl der richtigen Rechtsform.

Arbeitsamt

Wenn Sie arbeitslos sein sollten und ein Fitnessstudio eröffnen, muss das dem Arbeitsamt selbstverständlich mitgeteilt werden, Das ist aus zweierlei Gründen wichtig: Zum einen dürfen Sie als Bezieher von Einkommen aus dem eigenen Fitnessstudio natürlich kein ALG beziehungsweise Hartz4 mehr beziehen. Sie müssen sich aus diesem Leistungsbezug also abmelden, Wenn Sie dieser Mitwirkungspflicht nicht nachkommen sollten, machen Sie sich strafbar. Sollten Sie durch das Arbeitsamt den Existenzgründungszuschuss beantragen, um Ihr Fitnessstudio zu gründen, müssen Sie dies ohnehin melden, weil es einen festen Antragsweg gibt.

Wichtig zu wissen: Wenn Sie sich aus dem Leistungsbezug abmelden und selbstständig machen, sind Sie durch Ihre unternehmerische Tätigkeit nicht berechtigt, ALG zu beantragen, falls Ihr Start-Up scheitern sollte. Sie haben allerdings die Option, sich freiwillig gegen Arbeitslosigkeit zu versichern und erhalten dann ein fiktiv berechnetes ALG. Die entsprechenden Anträge für diese Versicherung erhalten Sie bei den zuständigen Behörden.

Gewerbeamt

Wenn Sie ein Fitnessstudio eröffnen, werden Sie Gewerbetreibende/r. Deshalb müssen Sie Ihr Gründungsvorhaben auch mit diesem Amt besprechen. Sie erhalten gegen eine geringe Gebühr den Gewerbeschein durch Ihre Stadt beziehungsweise Gemeinde. Und Sie sind verpflichtet, Gewerbesteuer nach dem Hebesatz Ihrer Gemeinde abzuführen.

Bank

Auch Ihre Hausbank sollte über das Vorhaben, dass Sie ein Fitnessstudio eröffnen, frühzeitig informiert werden. Sollten Sie einen Kredit beantragen, ist das ohnehin unverzichtbar. Das Thema Darlehen wird in einem der nächsten Abschnitte noch genauer behandelt. Doch auch noch aus einem anderen Grund ist es das A und O, die Bank bald in Ihren Gründungsplan einzubinden. Sie sollten nämlich Privates und Berufliches finanztechnisch strikt trennen und für Ihr Fitnessstudio und die damit verbundenen Zahlungen ein eigenes Geschäftskonto eröffnen. Dies nutzen Sie auch für finanzielle Transaktionen, die durch Steuern entstehen.

Sozialversicherung

Auch die Sozialversicherungsträger müssen davon in Kenntnis gesetzt werden, wenn Sie ein Fitnessstudio gründen. Das betrifft insbesondere die Krankenversicherung. Klären Sie Ihren neuen Versicherungsstatus und lassen Sie sich ruhig auch Angebote von privaten Krankenversicherungen machen.

Die Rentenversicherung, die für Sie zuständig ist, muss ebenfalls über Ihre Gründung eines Fitnessstudios informiert werden. Denn als Selbstständige/r übernehmen nun Sie selbst Ihre Rentenvorsorge – und nicht mehr ein Arbeitgeber. Nutzen Sie eine Rentenberatung. Auf Basis Ihrer bisherigen Einkünfte und den geschätzten Einkünften aus Ihrem Studio kann man Ihnen berechnen, welche Rente Sie einmal haben. Das reicht Ihnen nicht? Dann vergleichen Sie die vielfältigen Angebote, die es am Markt der privaten und gesetzlich geförderten Optionen von Vorsorge vorhanden sind – was passt ihnen?

Die Sozialversicherungsträger werden Ihnen auch ein wichtiger Partner rund um Ihr Business, wenn Sie ein Fitnessstudio eröffnen und Mitarbeiter beschäftigen. Diese müssen ordnungsgemäß gemeldet werden. Zudem sind Sie in vielen Fällen (Ausnahme: Minijob) verpflichtet, Ihren Angestellten zu einem Teil deren Sozialbeiträge zu zahlen. Das betrifft die Kranken-, die Pflege- und die Rentenversicherung, aber auch die Unfallversicherung.

Fitnessstudio gründen: Behördengänge, Businessplan & Versicherungen

Versicherungen – weil Absicherung wichtig ist

Wenn Sie ein Fitnessstudio eröffnen, sind damit natürlich auch Risiken verbunden. In Ihrem Fitnessstudio kann es zu einem Wasserschaden oder einem Brand kommen. Ein Mitglied Ihres Studios kann sich verletzen, weil ein Gerät nicht richtig funktioniert – und Sie werden verpflichtet Schadensersatz zu zahlen. Sie selbst werden arbeitsunfähig. Und auch die Pandemie mit dem Covid19-Virus hat gezeigt, dass gerade Fitnessstudios durch die Schließungen während des Lockdowns unerfreuliche Nachteile haben. – Dies alles sind gravierende Beispiele. Sie müssen selbstverständlich nicht eintreten. Aber dennoch sind sie möglich – und es ist Ihre Aufgabe als Unternehmer:in, sich gegen solche Dinge passend und professionell abzusichern. Nutzen Sie in diesem Zusammenhang die konkrete und kompetente Beratung durch Ihren Versicherungsberater, aber vergleichen Sie auch die Angebote, die Ihnen über unabhängige Vergleichsportale aus dem Internet zugänglich sind. Durch einen klugen Vergleich können Sie oft eine Menge Versicherungskosten sparen.

Fitnessstudio eröffnen – welchen Kredit wählen?

Um ein Fitnessstudio zu gründen, brauchen die meisten potenziellen Unternehmer:innen eine finanzielle Unterstützung. Allein durch Eigenkapital kann ein solches Vorhaben meist nicht gestellt werden. Rund um den Kredit sind eine ganze Reihe von Dingen zu berücksichtigen. Dazu zählt es auch, dass Sie möglichst viel Eigenkapital leisten sollten. Denn je höher die Eigenkapitalquote (=das Verhältnis aus vorhandenem Eigenkapital und nicht aufzubringendem Fremdkapital ist), umso eher werden Ihnen die Banken ein Darlehen genehmigen.

Bei der Auswahl der Darlehen ist größte Sorgfalt angesagt! Denn es gibt eine dichten Dschungel von Optionen, die insbesondere als Laie nicht so leicht zu überblicken sind. Natürlich können und sollen Sie mit Ihrer Hausbank sprechen. Doch es gibt auch spezialisierte Finanzberater. Allerdings sollten Sie unbedingt darauf achten, dass diese nicht einem bestimmten Unternehmen und dessen Produkten verpflichtet sind. Besser ist es, sich zumindest vorab über einen Finanzvergleich zu informieren. Es gibt dafür unabhängige Kreditportale im Internet. Sie können sich dort durch Eingabe einiger Daten einen präzisen Vergleich erstellen lassen. Dieser ist kostenlos und unverbindlich. Der Vorteile: Diese Rechner haben Zugriff auf die aktuellen Angebote vieler Banken und Finanzdienstleister. Sie sind unabhängig und können Ihnen deshalb die besten Finanzprodukte empfehlen. Sie können dann entweder online abschließen, eine Filiale besuchen oder auch die Unterlagen mit zu Ihrer Hausbank nehmen, um gut informiert eine beste Ausgangsbasis für eigene Kreditverhandlungen nutzen.

Der ideale Kredit berücksichtigt Ihre individuelle Situation, die Sie haben, wen Sie ein Fitnessstudio gründen. Ein Kredit wird immer durch eine Vielzahl von Faktoren bestimmt – und somit einzigartig. Typische Faktoren sind natürlich die von Ihnen gewünschte Gesamtsumme, der Zins für das Darlehen, die Laufzeit und die Höhe der Raten. Je höher der Kreditwunsch ist, umso ausführlicher sollten Sie sich beraten lassen!

Wenn Sie ein Darlehen planen, ist es das A und O, dass Sie sich über zwei wichtige Eckpunkte rund um Ihren Kredit im Klaren sind. Das erste: Was braucht man für ein Fitnessstudio? Wenn Sie ein Fitnessstudio eröffnen, sind die Kosten aufzulisten und Sie müssen auch wissen, was Sie davon aus eigenem Eigenkapital bestreiten können. Denn dies alles generiert die Höhe, die Ihr Darlehen haben sollte.

Zum zweiten ist es wichtig, dass Sie genau berechnen, welche Rate Sie monatlich guten Gewissens zahlen können. „Guten Gewissens“ meint, dass Sie eine Kredit wählen sollten, der Ihnen bei der Rückzahlung keine Bauchschmerzen bereitet, der also nicht zu knapp bemessen ist. Das bedeute: Addieren Sie Ihre Ausgaben und ziehen Sie diese von Ihren erwarteten Einnahmen ab. Berücksichtigen Sie aber unbedingt noch einen Puffer. Dieser dient einerseits dazu, dass unerwartete Ausgaben abgefedert werden. Er dient aber auch dazu, dass Sie auch noch gewissen Ausgaben für Freizeit und Erholung leisten können. Das ist wichtig. Denn Existenzgründer:innen verwirklichen ein Vorhaben, das kräftezehrend ist.

Gründung mit Familie und Freunden besprechen

Wenn Sie ein Fitnessstudio gründen, sollten Sie sicher sein, dass dieses Vorhaben auch von Ihrer Partnerin / Ihrem Partner beziehungsweise im engeren Freundeskreis mitgetragen wird. Denn der berühmte Ausspruch „Selbstständig bedeutet selbst und ständig“ gilt natürlich auch dann, wenn Sie ein Fitnessstudio gründen. Sie sollten damit rechnen, dass Sie in den ersten zwei Jahren kaum Urlaub machen. Aber das bedeutet natürlich nicht, dass Sie sich nicht Zeit für die so wichtige Regenration haben.

Fitnessstudio eröffnen: Kosten für Personal kalkulieren

Ein Fitnessstudio kann meist nicht ohne Personal betrieben werden. Denn es fällt eine Vielzahl von Tätigkeiten an, die von einer einzigen Person kaum zu leisten sind. Typische Funktionen sind:

  • Empfang von Mitgliedern an der Theke
  • Beratung von Neukunden
  • Betreuung von Erstkunden
  • Durchführung von Probetrainings
  • Erstellen von Trainingsplänen
  • Verkauf von Getränken
  • Überwachen der Trainingsfläche
  • Durchführen von Fitnesskursen
  • Instandhaltung von Geräten
  • Reinigen der Räume
  • Verwaltung und Abrechnung
  • Marketing & PR

Natürlich ist Personal ein Kostenfaktor. Doch er lässt sich meist nicht vermeiden. Vermeiden sollten Sie auch, aus Kostengründen ungelernte Kräfte zu beschäftigen. Denn der Erfolg eines Fitnessstudios hängt natürlich in hohen Maße von der Qualität der Trainer:innen und der Freundlichkeit des Servicepersonals ab. Zum Personalwesen zählen auch die Abrechnung der Löhne, die Anmeldung bei der Sozialversicherung, aber auch die Organisation – etwa das Erstellen von Schichtplänen.

Buchführung – Neuland für viele Gründer:innen

Laien sind mit der Buchführung und dem Steuerwesen oft überfordert. Das gilt natürlich auch für Sportfreunde, die ein Fitnessstudio eröffnen. Natürlich empfiehlt es sich, als Vorbereitung auf die Existenzgründung eines Kurs zu belegen, der die Basiskenntnisse vermittelt. Dennoch ist nicht leicht, diese Tätigkeiten alle korrekt und vollständig zu erledigen. Eine Fachkraft für Buchhaltung und der Steuerberater kosten natürlich Geld, das Sie vermutlich lieber sparen. Es gibt durchaus Alternativen – etwa spezielle Buchhaltungs-Software, die Ihnen eine rechtssichere Durchführung aller Tätigkeiten ermöglicht.

Wenn Sie ein Fitnessstudio eröffnen sind Sie rechtlich dazu verpflichtet, die GoB – die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung – einzuhalten. Das bedeutet unter anderem, dass Ihre Buchhaltung sachlich und summarisch richtig sein muss, dass sie lückenlos ist, dass sie nachvollziehbar ist – und noch einiges mehr. Die Buchhaltung ist mit zwei wichtigen Elemente verknüpft: der Gewinn- und Verlustrechnung und dem Jahresabschuss, der je nach Rechtsform und Einkommen unterschiedlich sein kann. Sie müssen alle relevanten Geschäftsvorfälle auf den richtigen Konten verbuchen. Diese Konten werden am Ende des Geschäftsjahrs abgeschlossen. Das Ergebnis ist sowohl für Sie als Unternehmer:in als auch für das Finanzamt wichtig, das aus dem Jahresergebnis die Steuer berechnet.

Und was ist mit der Umsatzsteuer?

Umsatzsteuer wird in zwei Ausprägungen berechnet. Das eine ist die Mehrwertsteuer, die Sie als Unternehmer:in Ihren Kundinnen und Kunden für diverse Leistungen berechnen. Sie ist die gleiche, die Sie als Privatverbraucher auch im Geschäft zahlen. Die zweite Variante der Umsatzsteuer ist die sogenannte Vorsteuer. Wenn Sie für Ihr Fitnessstudio beispielsweise einen Crosstrainer kaufen, wird Ihnen auch dafür Umsatzsteuer berechnet. Weil es sich dabei jedoch um einen Kauf handelt, der Ihrem Unternehmen dient, dürfen Sie diese Arzt von Umsatzsteuer beim Finanzamt geltend machen. Man bezeichnet dies als Vorsteuer beziehungsweise den Vorsteuerabzug, weil Sie Vorsteuer und berechnete Mehrwertsteuer verrechnen dürfen. Dies gilt allerdings alles nur dann, wenn Sie umsatzsteuerpflichtig sind. Dies hängt vom Einkommen ab und wird Ihnen von Finanzamt mitgeteilt. Aufgrund der teuren Investitionen für ein Fitnessstudio und den berechneten Leistungen, die Ihre Mitglieder nutzen, werden Sie jedoch wahrscheinlich Umsatzsteuerpflicht haben.

Fitnessstudio gründen und Software nutzen

Spezielle Software für Buchhaltung und Steuer ist Ihnen eine wertvolle Unterstützung. Denn die cleveren Programme erledigen vieles, was Ihnen erfreuliche Vorteile bringt. Sie sparen sich die Kosten für Buchhaltungs-Personal und können sich ganz Ihren Kundinnen und Kunden widmen.

Diese Liste fasst die wichtigsten Leistungen solcher Software-Lösungen zusammen:

Diese Programme sind auch vom Laien leicht zu bedienen. Typische Fehlerquellen lassen sich vermeiden. Ausprobieren lohnt sich also.

Fitnessstudio gründen – Marketing ist das A und O

Effizientes Marketing rund um Ihr neues Studio ist wichtig. Präsentieren Sie sich attraktiv und einzigartig. Was ist das Besondere an Ihrem Studio? Was macht den berühmten Unterschied? Welche Leistungen bieten nur Sie? Machen Sie neugierig und bieten Sie kostenlose Beratung – idealerweise auch ein Probetraining.

Heute – das belegen viele Studien unisono – recherchieren die potenziellen Mitglieder im Internet nach geeigneten Studios. Die eigene Website ist daher ein Muss, wenn Sie ein Fitnessstudio eröffnen. Auch die Anbindung an die Social Media sollte vorhanden sein. Denn durch die Likes und Shares, die Facebook, Instagram & Co. mit sich bringen, wird das Fitnessstudio besser bekannt. Eine App wird heute von den Usern ebenfalls gerne genutzt. Nutzen Sie für Ihre professionellen Auftritte im Web besser das Know-how eines erfahrenen Webdesigners oder einer spezialisierten Agentur. Denn idealerweise gibt es bezüglich Ihres Fitnessstudios dann „Liebe auf den ersten Klick“ bei den Sportfans – und das ist wohl das Beste was Ihnen passieren kann.

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