Arbeitsvertrag Muster

Sie suchen eine kostenlose Vorlage für einen Arbeitsvertrag? Sie haben sie gefunden. Unsere Vorlagen sind kostenlos und frei anpassbar an alle Bedürfnisse. Laden Sie einfach die Arbeitsvertragsvorlage herunter.

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Arbeitsvertrag Muster

Ein Arbeitsvertrag wird abgeschlossen, wenn ein:e neue:r Mitarbeiter:in angestellt wird. Es gibt einige Pflichtangaben, die im Arbeitsvertrag berücksichtigt werden müssen. Obwohl es keine direkte gesetzliche Grundlage für den Arbeitsvertrag gibt, muss er Mitarbeiter:innen in schriftlicher Form ausgehändigt werden.

In unserer Vorlage für den Arbeitsvertrag sind alle Pflichtangaben enthalten und Sie können alles anpassen und erweitern, wie es für einen individuellen Arbeitsvertrag nötig ist.

Screenshot: Vorlage Arbeitsvertrag Muster

Sie wollen einen Arbeitsvertrag erstellen? Dann ist eine Vorlage eine praktische Lösung dafür. Ebenfalls praktisch ist es …

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Unbefristeten Arbeitsvertrag mit Vorlage erstellen

Ein Arbeitsvertrag enthält einige vorgeschriebene Paragrafen und muss in allen Bereichen abgesichert sein, damit keine gesetzlichen Lücken entstehen. Deshalb ist es eine gute Idee, eine Vorlage für einen Arbeitsvertrag zu nutzen. Wir stellen Ihnen hier kostenlos eine Vorlage für einen unbefristeten Arbeitsvertrag zur Verfügung.

Einen Arbeitsvertrag mit allen Pflichtangaben erstellen

Die gesetzliche Grundlage für den Arbeitsvertrag liefert das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Allerdings ist darin nicht vom Arbeitsvertrag die Rede, sondern vom Dienstvertrag. Der Arbeitsvertrag ist eine Sonderform des Dienstvertrages.

Der Unterschied zum Dienstvertrag liegt in der Abhängigkeit, in die sich Arbeitnehmer:innen begeben, wenn Sie einen Arbeitsvertrag unterschreiben. Sie sind dann an die Vorgaben der Vorgesetzten gebunden. Bei einem Dienstvertrag hingegen wird nur die Leistung selbst bestimmt und meistens eigenständig erbracht.

Ein weiterer Unterschied ist die Sozialversicherungspflicht im Arbeitsvertrag und die Beteiligung von Arbeitgeber:innen an den entsprechenden Beiträgen.
Das alles bedeutet natürlich, dass der Arbeitsvertrag einige Pflichtangaben enthält, die über die eines Dienstvertrages hinausgehen.

Bei der Gestaltung hingegen gibt es kaum Vorgaben und es herrscht Vertragsfreiheit. Im Grunde existiert nicht mal ein Gesetz, das besagt, dass ein Arbeitsvertrag schriftlich aufgesetzt werden muss. Theoretisch könnten Sie das Arbeitsverhältnis auch einfach mit einem Handschlag besiegeln.

Natürlich ist das nur wenig sinnvoll, da man den schriftlichen Arbeitsvertrag auch als Nachweis für alle enthaltenen Vereinbarungen verwenden kann. Laut dem Nachweisgesetz würde es aber reichen, diesen schriftlichen Nachweis erst einen Monat nach Beginn des Arbeitsverhältnisses zu erstellen. Spätestens dann muss ein schriftlicher Nachweis mit allen vereinbarten Arbeitsbedingungen seitens der arbeitgebenden Person an den oder die Arbeitnehmer:in ausgestellt werden. In der Praxis wird dieser Nachweis in Form des Arbeitsvertrages natürlich bereits vor Arbeitsaufnahme erstellt, unterschrieben und übergeben.

Diese Pflichtangaben muss ein Arbeitsvertrag enthalten

Bei der Aufstellung eines Arbeitsvertrags müssen gewisse Grundsätze eingehalten werden, die die Vertragsfreiheit auf gewisse Weise einschränken. Dazu gehören unter anderem diese Rechte und Gesetze:

  • Der Gleichbehandlungsgrundsatz – einzelne Arbeitnehmer:innen dürfen nicht willkürlich schlechter gestellt werden als andere. Deshalb darf beispielsweise nicht einfach unterschiedlich viel Urlaub gewährt werden.
  • Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz – geht im Prinzip in die gleiche Richtung wie der Gleichbehandlungsgrundsatz, behandelt allerdings vor allem wichtige Diskriminierungsgebote, die besagen, dass niemand aufgrund der Rasse, der Herkunft, des Geschlechts, der Religion, der Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Identität benachteiligt werden darf.
  • Das AGB-Recht – der Arbeitsvertrag darf keine Klauseln beinhalten, die den oder die Arbeitnehmer:in benachteiligen, beispielsweise durch unangemessen hohe Vertragsstrafen oder benachteiligende Regelungen zur Abgeltung von Überstunden.
  • Anspruch auf Urlaub – laut dem Gesetz stehen allen Arbeitnehmer:innen, die in einer Fünf-Tage-Woche arbeiten, 20 Tage bezahlter Urlaub zu; bei einer Anstellung in einer Sechs-Tage-Woche dürfen Arbeitnehmer:innen auch 24 Urlaubstage verlangen.

Darüber hinaus müssen diese Pflichtangaben im Arbeitsvertrag enthalten sein:

  • Name und Anschrift von Arbeitgeber:in
  • Name und Anschrift von Arbeitnehmer:in
  • Beginn des Arbeitsverhältnisses
  • Dauer des Arbeitsverhältnisses
  • Arbeitsort oder ein Hinweis darauf, dass die Beschäftigung an verschiedenen Orten stattfinden wird
  • Beschreibung der zu leistenden Tätigkeit
  • Zusammensetzung des Arbeitsentgelts
  • Höhe des Arbeitsentgelts
  • Zuschläge, Zulagen, Prämien und Sonderzahlungen
  • Vereinbarte Arbeitszeit
  • Anzahl der jährlichen Urlaubstage
  • Kündigungsfristen
  • Allgemeiner Hinweis auf Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen
  • Ende des Arbeitsverhältnisses (nur bei befristeten Arbeitsverträgen)

In der von uns zur Verfügung gestellten Vorlage sind alle Pflichtangaben berücksichtigt. Sie können diese so anpassen, wie Sie sie für Ihren Arbeitsvertrag benötigen.

Sie können auch zusätzliche Paragrafen hinzufügen, wenn Sie noch Vereinbarungen haben, die nicht zu den Pflichtangaben gehören und nicht in der Vorlage zu finden sind. Alternativ finden Sie unter Paragraf 13 auch die Möglichkeit, weitere Vereinbarungen frei einzutragen.

Welche Unterlagen werden im Zusammenhang mit dem Arbeitsvertrag benötigt?

Schließen Sie einen Arbeitsvertrag ab, müssen Sie sich noch um einige andere Anmeldungen kümmern, für die Sie bestimmte Unterlagen benötigen.
An erster Stelle steht eine Betriebsnummer. Diese müssen Sie bei der Agentur für Arbeit beantragen, bevor Sie Ihre:n erste:n Mitarbeiter:in einstellen. Die Betriebsnummer benötigen Sie unter anderem, um die Beträge für Angestellte bei der Krankenkasse anzumelden. Dafür brauchen Sie außerdem die Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse des oder der Arbeitnehmer:in und zusätzlich den Sozialversicherungsausweis.

Für die Anmeldung beim Finanzamt benötigen Sie die Steuernummer des oder der Arbeitnehmer:in. Die Anmeldung in der Datenbank für Elektronische Lohnsteuer Abzugsmerkmale (ELStAM) ist abhängig davon, ob es sich um ein Hauptarbeitsverhältnis oder ein Nebenarbeitsverhältnis handelt. Ein Hauptarbeitsverhältnis beinhaltet die Steuerklassen 1 bis 5, das Nebenarbeitsverhältnis die Steuerklasse 6.

Die Einstufung der Steuerklasse ist allerdings auch vom Familienstand abhängig, aber auch die Anzahl der Nebentätigkeiten hat einen Einfluss darauf. Ist der oder die Arbeitnehmer:in verheiratet, kann er oder sie selbst entscheiden, ob Steuerklasse 4 oder Steuerklasse 3 bzw. 5 angewendet werden soll.

Arbeitgeber:innen können sich von vorherigen Arbeitgeber:innen eine Urlaubsbescheinigung aushändigen lassen. Darin steht, wie viel Urlaub der oder die Arbeitnehmer:in bei der vorherigen Arbeitsstelle genommen hat. Basierend darauf kann der Urlaubsanspruch ermittelt werden. Die Mindestanzahl an Urlaubstagen haben wir bereits erwähnt, es ist aber immer erlaubt, diese Mindestanzahl zu überbieten.

Um alle Anmeldungen vornehmen zu können und alle wichtigen Unterlagen bereit zu haben, sollten Arbeitgeber:innen folgende Unterlagen und Informationen von Arbeitnehmer:innen erhalten:

  • Geburtsdatum
  • Steuer-Identifikationsnummer
  • Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse
  • Urlaubsbescheinigung der vorherigen Arbeitsstelle
  • Führungszeugnis
  • Arbeits- oder Aufenthaltserlaubnis (bei ausländischen Mitarbeiter:innen)
  • Nachweise für bestimmte Führerscheinklassen (je nach Berufsfeld)
  • Gesundheitsbescheinigung (je nach Berufsfeld)
  • Dokumente über vermögenswirksame Leistungen (je nach Berufsfeld)

Mit diesen Unterlagen und einer Vorlage für den Arbeitsvertrag, steht der Anstellung nichts mehr im Weg.