Bankdarlehen

Bankdarlehen – Was ist das?

Im Grunde ist ein Bankdarlehen nichts anderes als ein Kredit, den Privatpersonen oder Unternehmen von ihrer Bank bekommen. Damit können Anschaffungen unterschiedlichster Art getätigt werden. Das Darlehen muss, inklusive Zinsen, an die Bank zurückgezahlt werden. Die Konditionen dazu sind im Darlehensvertrag festgelegt.

  • Darlehensgeber: Der Darlehensgeber ist derjenige, der das Darlehen oder den Kredit ausbezahlt, zum Beispiel die Bank.
  • Darlehensnehmer: Das ist derjenige, der den Kredit in Empfang nimmt und diesen verwendet, beispielsweise um sich ein Auto zu kaufen. Das kann eine Privatperson ebenso sein, wie ein Unternehmen.
  • Darlehensvertrag: Und der Darlehensvertrag? Was ist das? Privatperson/Unternehmen und Bank schließen einen Vertrag über das Darlehen sowie die damit verbundenen Konditionen ab.

Neben dem geliehenen Betrag verpflichtet sich der Kreditnehmer dazu, der Bank Zinsen zu zahlen, sozusagen dafür, dass diese ihm das Geld für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung stellt.

 

Bankdarlehen ist gleich Bankkredit – eine Definition

Bei der Bank gibt es verschiedene Kreditarten. In der Regel verhält es sich so: Der Kreditnehmer stellt bei der Bank einen Antrag auf den Kredit. Das kann entweder persönlich in einer Filiale stattfinden oder online, zum Beispiel bei Direktbanken. Das Kreditinstitut prüft daraufhin die Bonität des Antragstellers. Fällt diese Prüfung positiv aus, überweist die Bank die beantragte Summe auf das Konto des Darlehensnehmers. Dieser verpflichtet sich, die geliehen Summe inklusive Zinsen in einem bestimmten, vorab vereinbarten Zeitraum zurückzuzahlen. Erfolgt diese Rückzahlung in Form von monatlichen Raten, dann spricht man von einem Ratenkredit. Alternativ ist es möglich, die komplette Summe am Ende der Kreditlaufzeit zurückzuzahlen. Wie lange die Laufzeit ist, legen Kreditnehmer und -geber im Darlehensvertrag fest. Bei den meisten Banken sind das Laufzeiten zwischen einem und fünfzehn Jahren, bei Baudarlehen auch länger – bis zu 20 Jahren. Manche Banken bieten die Möglichkeit von kostenlosen Sondertilgungen oder vorzeitigen Rückzahlungen. Das bedeutet: Wenn Sie zwischendurch über eine größere Summe verfügen können, zum Beispiel weil Sie geerbt haben, können Sie größere Teile des Kredits oder das gesamte Darlehen zurückzahlen. Auf diese Weise sind Sie schneller schuldenfrei.

Beachten Sie: Die Länge der Laufzeit bestimmt die Höhe der monatlichen Raten. Je länger die Laufzeit, desto geringer sind die monatlichen Rückzahlungen. Im Gegenzug dazu fallen dann höhere Gesamt-Zinsen an, was das Bankdarlehen insgesamt teurer macht. Bei einer längeren Laufzeit verlagert sich außerdem der Zeitpunkt, zu dem Sie wieder schuldenfrei sind, nach hinten.

 

Voraussetzungen für ein Darlehen

Grundsätzlich kann jeder Privatkunde und jedes Unternehmen ein Bankdarlehen bekommen. Einige Voraussetzungen sind allerdings zu erfüllen:

  • Sie müssen volljährig sein
  • Sie müssen über eine gute Bonität verfügen
  • Sie verfügen über einen unbefristeten Arbeitsvertrag sowie ein geregeltes monatliches Einkommen und können das durch entsprechende Gehaltsabrechnungen belegen
  • Bei manchen Banken sind ein deutscher Hauptwohnsitz sowie ein deutsches Girokonto Voraussetzung

 

Zweck einer Darlehensaufnahme

Was kann der Zweck für die Aufnahme eines Darlehens sein? Mit dem Bankdarlehen sorgen Sie für finanzielle Liquidität. Die Bank stellt Ihnen eine bestimmte Kapitalsumme zu einem vorab festgelegten Zeitraum zur Verfügung. Für was Sie die Summe verwenden, steht Ihnen grundsätzlich frei. Entscheidend ist, dass Sie aufgrund des Bankdarlehens auch Anschaffungen tätigen können, wenn Ihre eigenen finanziellen Mittel nicht ausreichen. Mit dem Kredit müssen Sie außerdem keine Reserven oder Erspartes angreifen. Gerne wird ein Bankdarlehen zur Finanzierung einer Reise, einer modernen Inneneinrichtung, für ein neues Auto oder die Reparatur des alten verwendet. Normalerweise werden Darlehen von gewöhnlichen Banken vergeben. Eine Besonderheit stellt die KfW dar, die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Hier können sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen geförderte Darlehen bekommen.

 

Was gibt es bei den Zinsen für das Bankdarlehen zu beachten?

Als Richtlinie für die vergebenen Zinsen dient in erster Linie der Leitzins, den die Europäische Zentralbank vergibt. Banken orientieren sich an diesem, unternehmen aber einen mehr oder weniger hohen Aufschlag. Der Zinssatz wird mit Abschluss des Darlehensvertrags festgelegt und ändert sich über die gesamte Laufzeit hinweg nicht.

Wichtig: Wenn Sie die tatsächliche Höhe Ihres Kredites wissen möchten, müssen Sie den effektiven Jahreszins zur Berechnung heranziehen. Nur dieser beinhaltet neben dem reinen Zins ebenso weitere Kosten und Gebühren, die mit einem Bankdarlehen anfallen. Die Höhe des Zinssatzes orientiert sich zum einen an der Höhe der aufgenommenen Darlehenssumme. Zum anderen spielt die Laufzeit eine entscheidende Rolle. Meistens fordert die Bank eine Auskunft bei der Schufa an, um Ihre Bonität zu prüfen. Damit sichert sich das Kreditinstitut ab, dass Sie die geliehene Summe tatsächlich zurückzahlen können. Je nachdem, wie gut Ihre Bonität ist, ist der Zinssatz entsprechend höher oder niedriger.

Gut zu wissen: Wenn Sie ein Darlehen zu hohen Zinsen aufgenommen haben, können Sie sparen, indem Sie den Kredit umschulden. Hier kann es sich lohnen, die Konditionen bei unterschiedlichen Banken zu vergleichen. Den alten Kredit schulden Sie dann praktisch in einen neuen Kredit um – zu besseren Konditionen. Insgesamt wird das Darlehen so für Sie günstiger.

Weil sich der Zinssatz grundsätzlich von Bank zu Bank unterscheiden kann, sollten Sie vor dem Abschluss eines jeden Bankdarlehens einen Vergleich anstellen. Viele Direktbanken bieten beispielsweise online einen Zinsrechner. Diesen können Sie nutzen, um sich einen ersten Eindruck über die anfallenden Kosten bei unterschiedlichen Darlehenssummen, Laufzeiten und Zinssätzen zu verschaffen.

 

Alles über das Darlehen

Alles wichtige, was zum Bankdarlehen zwischen Darlehensgeber und -nehmer vereinbart wurde, wird schriftlich im Darlehensvertrag festgehalten. Dort finden sich folgende Angaben:

  • Name und Anschrift des Darlehensgebers sowie des Darlehensnehmers
  • Darlehensbetrag
  • Höhe der monatlichen Raten
  • Vereinbarte Laufzeit
  • Zinssatz (Sollzins UND effektiver Jahreszins)

In bestimmten Fällen, zum Beispiel bei einem Baudarlehen, verlangt die Bank für die Vergabe des Bankdarlehens spezielle Sicherheiten. Das kann die Hypothek auf ein Grundstück oder eine Immobilie sein. In diesem Fall muss auch das mit in den Darlehensvertrag aufgenommen werden.