Due Diligence

Was bedeutet Due Diligence?

Dieser Begriff kommt aus dem Englischen und heißt, übersetzt, „gebührende Sorgfalt“. Due Diligence umfasst somit die sorgfältige und eingehende Prüfung sowie Analyse einer Firma mit dem Fokus auf ihre wirtschaftlichen, rechtlichen, finanziellen und steuerlichen Verhältnisse, die der potentielle Käufer eines Unternehmens vornimmt, oder (das ist meist der Fall) von Fachleuten des am Kauf interessierten Unternehmens vornehmen lässt. Das Ziel dieser akribischen Prüfung ist es, eine Absicherung hinsichtlich der Annahmen und Voraussetzungen, auf die sich das Kaufangebot für eine Firma bezieht, zu erreichen. Es wird also geprüft, ob die gemachten Annahmen zutreffen und alle relevanten Risiken ermittelt wurden.

Die Ausführung der Due Diligence erfolgt generell von Experten seitens des Käuferunternehmens und unter Hinzuziehung externer Berater. Im Rahmen dieser Ermittlung werden diverse Informationsquellen herangezogen. Vor allem werden Unternehmensunterlagen sowie Unternehmensdaten analysiert. Ebenso werden Gespräche mit dem Management des Betriebes geführt, der gekauft werden soll. Die Due Diligence findet meist vor dem Abschluss des Firmenkaufvertrages statt. Jedoch können manche Teilaspekte innerhalb dieser Prüfung auch danach durchgeführt werden.

Welche Arten von Due Diligence sind gebräuchlich?

Eine solche Untersuchung umschließt in der Regel verschiedene Teilbereiche. Von besonderer Bedeutung sind dabei

  • Die Financial Due Diligence, das ist die Prüfung der finanziellen Situation
  • Die Market- beziehungsweise Commercial Due Diligence. Sie umfasst die Marktanalyse oder anders ausgedrückt, die Analyse des Geschäftsmodells
  • Die Legal Due Diligence bezieht sich auf die Prüfung rechtlicher Aspekte
  • Die Tax Due Diligence umfasst die Ermittlung steuerlicher Perspektiven

Ergänzend dazu erhalten die Gesichtspunkte der technischen, mitarbeiterbezogenen, kulturellen und umweltbezogenen Due Diligence eine immer größere Bedeutung.

Gesetzliche Grundlagen zu Due Diligence

Die rechtliche Basis fußt schwerpunktmäßig auf dem § 422 BGB, in dem es um die Gewährleistung geht. Denn diese ist für den Kaufgegenstand ausgeschlossen, sofern der Käufer den Mangel des Kaufgegenstandes kannte oder, aufgrund grober Fahrlässigkeit, nicht kannte. Sowohl bei durchgeführter Due Diligence als auch bei einer fehlerhaften Prüfung behält der Käufer ind diesem Fall immer sein Gewährleistungsrecht.

Der Ablauf einer Due Diligence

Dieser Prozess beginnt charakteristischerweise mit der detaillierten Identifizierung, wobei die hierfür benötigten Informationen über einen Dritten oder direkt vom zukünftigen Partner eingeholt werden. Häufig erfolgt dies mithilfe einfacher Fragebögen.
Bei Kapitalgesellschaften werden unter anderem Fakten über deren Aktionäre, das Unternehmen selbst, Vorstandsmitglieder sowie ihre politischen Beziehungen, Begünstigte sowie die Gruppenstruktur eingeholt. Auch können in diesem Zusammenhang offizielle Verträge und Dokumente angefordert werden.

Von Einzelpersonen werden zum Beispiel Finanzierungsquellen sowie Identitätsnachweise verlangt, die dementsprechenden politischen Verbindungen und andere Informationen abgefragt. Diese Prüfungen richten sich immer nach den Anforderungen der geplanten Ausführung.

Die Sanktionslistenprüfung erfolgt im zweiten Schritt, mit dem Inhalt, möglicher Übereinstimmung mit globalen Sanktionslisten. Darüber hinaus werden ebenso Listen hinsichtlich der Strafverfolgung sowie von Behörden der Regierung benannte Personen hinzugezogen. Oft existieren in Unternehmen auch Listen hinsichtlich der Firmen, mit denen eine Geschäftstätigkeit unerwünscht ist. Weiterhin werden sogenannte „politisch exponierte Personen“ ausfindig gemacht und mit dementsprechenden Listen abgeglichen und, wenn nötig, erfolgt hier eine Risikoprüfung.

Anschließend findet, fußend auf diesen Ergebnissen, die Risikobewertung statt.

Schließlich fasst der Due Diligence Report die Ergebnisse der Prüfung im Detail zusammen. Es erfolgt eine Protokollierung des Prozessverlaufs, wobei der Umfang eines solchen Reports individuell unterschiedlich ausfallen kann. Dieses Dokument dient als Nachweis für die Befolgung der Sorgfaltspflicht im Rahmen der Überprüfung.

Warum ist es wichtig, sich mit Due Diligence zu beschäftigen?

Als Art der Existenzgründung können Sie auch die Beteiligung an einem bereits bestehenden Unternehmen wählen. Dabei beteiligen Sie sich entweder an einer bestehenden Rechtsform, oder diese ändert sich mit Ihrem Eintritt. Mit Due Diligence als „Prüfungsinstrument“ haben Sie den Vorteil der erheblichen Risikominimierung. Auch bei Venture Capital ist Due Diligence ein geeignetes Mittel, da private Betriebe keiner Publikationspflicht unterliegen, so dass weniger Informationen existieren. Dabei stellt diese Möglichkeit keinen Kredit dar, sondern bei Venture Capital leisten Sie eher eine Art Entwicklungshilfe zur Realisierung einer Unternehmensidee. Hier finanzieren Sie ein Unternehmen mit dem Risiko, dass dieses scheitern könnte, wobei Sie Ihr investiertes Geld verlieren würden. Daher ist auch in einem solchen Fall eine Due Diligence ratsam.

Warum ist die Nutzung einer Online-Buchhaltungs-Software wie „lexoffice“ im Zusammenhang mit Due Diligence sinnvoll?

Als Existenzgründer ist es wichtig, dass Sie Ihre Buchhaltung korrekt erledigen, die Steuermeldungen pünktlich wahrgenommen werden sowie gesetzliche Vorschriften im Bereich des Sozialrechts gewissenhaft beachten und einhalten. Mit „lexoffice“ können Sie selbst ohne umfassende Kenntnisse Ihre komplette Buchhaltung selbst organisieren und erledigen. Diese intelligente Software enthält zum Beispiel Voreinstellungen wie Umsatzsteuersätze sowie die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von Anlagevermögen, so dass Sie diese nicht unter großem Zeitaufwand selbst recherchieren müssen. Auch unterstützt „lexoffice“ Sie optimal mit umfangreichen Erläuterungs- und Hilfsfunktionen, so dass Sie sich innerhalb kürzester Zeit über wichtige Basics der Buchhaltung- unter weitestgehendem Verzicht auf Fachbegriffe- informieren können.

Das aufbereitete Wissen ist dabei stets rechtssicher und aktuell, so dass Sie sich immer auf die Qualität aller Informationen in vollem Umfang verlassen können. Daher ist es für Sie mit „lexoffice“ ein Leichtes, wichtige Informationen für die Due Diligence im Handumdrehen zusammenzutragen!